6 wichtige Faktoren zur Vereinssuche

Mit diesem Blogbeitrag wollen wir die Vereinssuche für Eltern erleichtern. Wir stellen Ihnen hier 6 wichtige Punkte vor, an denen Sie sich orientieren können - von den Vereinsarten und dem Trainer bis hin zum Probetraining und der Anmeldung. Hier folgt eine kurze Übersicht. Nähere Informationen erhalten Sie auf mehr lesen. 

 

1. Die Vereinsarten/ Institutionen und deren sportlichen Ziele

a) der Breiten- oder Freizeitsportvereine

b) der Mehrspartensportvereine

c) der Jugendförder- und Kooperationsvereine  

d) die Nachwuchsleistungszentren

e) das DFB-Fördertraining  

f) die privaten Fußball- und Bewegungsschulen

 

2. Das Vereinsgelände

a) die Lage/ der Anfahrtsweg 

b) die Ausstatttung  

c) die Sauberkeit

 

3. Das Vereinsumfeld

a) der Ruf des Vereins  

b) die Vereinsauslastung/ Trainingsgruppengröße

c) weitere Zusatzangebote

 

4. Der Trainer

a) das Auftreten  

b) der Umgang mit Kindern

c) die Trainerlizenzen  

d) das Führungszeugnis

 

5. Das Probetraining

a) die Kontaktaufnahme/ Anmeldekriterien 

b) die Dauer des Probetrainings

c) die Kosten des Probetrainings  

d) Tipps für Probetrainings

 

6. Die Anmeldung

a) die Beitragszahlung  

b) Finanzielle Unterstützung

c) der Spielerpass  

d) die Versicherungen

1. Die Vereinsarten und deren sportliche Ziele

a) Breiten- oder Freizeitsportverein

Diese Vereinsart ist am weitesten verbreitet. Die Zielsetzung dieser Fußballvereine ist es, den Spaß am Spiel und der Bewegung zu fördern, sowie den Bewegungsmangel durch die Berufs- und Schulwelt auszugleichen. In solchen Vereinen kann es zu übervollen Trainingsgruppen kommen. Auch das Leistungsgefälle innerhalb einer Trainingsgruppe und deren Mannschaft kann stark schwanken.  Als Trainer fungieren überwiegend fußballbegeisterte Spielereltern, oder ehrenamtliche Senioren, meist ohne Trainerlizenz oder mit veralteten Ansichten. Punktspiele und Turniere haben einen hohen Stellenwert, weil diese den Verein präsentieren. Dies kann zur Folge haben, dass der Trainer nur seine besten und weitestentwickelten Spieler spielen lässt. Die Kinder spielen immer auf den gleichen Positionen um den Sieg zu garantieren. Kleinere und schmächtigere Kinder bleiben dabei meist auf der Strecke - natürlich gibt es auch Ausnahmen! Diese ehrenamtlichen Trainer erhalten zumeist nur eine geringe Aufwandsentschädigung, diese deckt meist nicht einmal die Spritkosten für Auswärtsfahrten. Die Vereine können Vorgaben und Inhalte für das Training nur schwer kontrollieren, weil sie froh sein müssen, dass sich überhaupt jemand als Trainer zur Verfügung stellt.

 

b) Mehrspartensportvereine

Im sogenannten 3D-Sport durchlaufen die Kinder, innerhalb eines Kalenderjahres mehrere Sportarten, wie z.B. Schwimmen, Turnen, Fußball und Leichtathletik. Kinder sollen sich ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln. Die Trainingsgruppen sind überschaubar, da sie sich in den einzelnen Sportarten verteilen. Junge Sportstudenten und angehende Sportlehrer übernehmen meist das Training und deren Auswertung. Wettkämpfe unterliegen hohen Anforderungen. Diese Vereine trainieren überwiegend leistungsorientiert und sieben regelmäßig ihre Kader aus. Es kann vorkommen, dass sich das Interesse des Kindes und das Talent zur favorisierten Sportart nicht gleichen – dann heißt es, Kompromisse eingehen! Für eine frühkindliche und allgemeinsportliche Grundausbildung eine gute Alternative.

 

c) Jugendförder- oder Kooperationsvereine

Diese Fußballvereine halten sich an die Vorgaben und Trainingskonzepte der kooperierenden  Nachwuchsleistungszentren. In diesen Trainingsgruppen und Mannschaften trainieren talentierte Spieler auf einem höheren Trainings- und Leistungsniveau. Sie dienen als Sprungbrett in den fußballbezogenen Leistungssport. Ausgebildete Trainer und damalige Fußballprofis geben ihr Wissen an die Kinder weiter. Diese Fußballvereine selektieren nach Leistungsbereitschaft, Trainingsfortschritte und Leistungsbereitschaft. Regelmäßige Tests und Entwicklungsgespräche stehen dabei im Vordergrund. Punktspiele und Turniere stehen nicht im Zeichen des Siegens, sondern unterliegen einer ganzheitlichen Ausbildung. Die Spieler durchlaufen alle Spielpositionen und trainieren an ihren Schwächen.

 

d) Nachwuchsleistungszentren (NLZ)

Diese Fußballvereine beschäftigen sich ausschließlich mit dem Spitzensport. Die Trainer sind hauptamtlich angestellt und müssen gewisse Lizenzen vorweisen, um überhaupt in solchen Fußballvereinen trainieren zu dürfen. Über Kooperationen, Sichtungstage und Scouting werden über einen längeren Zeitraum die besten und talentiertesten Spieler der Region gesichtet. Die Auswahlkriterien sind sehr hoch und gehen weit über das sportliche Können hinaus. Zu den wichtigsten Kriterien gehört dabei Ehrgeiz, Motivation, Wille, Eigenantrieb, sowie Selbstvertrauen und Führungsqualitäten, also das Voranschreiten und Verantwortung übernehmen. Die Entwicklung der einzelnen Spieler wird regelmäßig überprüft, bewertet und beurteilt. Wer in Nachwuchsleistungszentren trainiert muss sich klar sein, dass es strenggeregelte Abläufe und Vorgaben gibt. Auch die Ernährung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Diese Entscheidung ist ein starker Einschnitt in das private Familienleben. Schule und Fußball stehen dabei absolut im Vordergrund.

 

e)  DFB-Fördertraining

Das DFB-Fördertraining ist ein Zusatzangebot des Deutschen Fußballbundes. Es ermöglicht talentierten Spielern die noch nicht in Nachwuchsleistungszentren trainieren, sich unter Anleitung lizensierter Trainer zu präsentieren. Durch dieses Training kann man sich auch für die Sportschulen empfehlen.

 

f) Private Fußball- und Bewegungsschulen

Die Privaten Fußball- und Bewegungsschulen sind kommerzielle Institutionen und haben es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern spielerisch an das Thema Sport heranzuführen. Es ist jedes Kind willkommen. Ausgebildete Trainer spielen in kleinen Gruppen, mit pädagogischen Ansätzen. Die allgemeine, vielseitige Bewegungsausbildung kommt den Kindern in Schule und Alltag zu Gute. Es können sowohl vereinslose Kinder, ohne Ambitionen auf Wettbewerbe und Punktspiele, als auch Kinder aus anderen Vereinen, als Zusatztraining mit trainieren.

 

Seit kurzen spezialisieren sich Fußballschulen, in z.B. Torwart- und Technikschulen, die mit ihren Angeboten in die Vereine gehen und externes Torwart- bzw. Techniktraining anbieten.

2. Das vereinsgelände

a) Die Lage/ der Anfahrtsweg

Die Lage und der Anfahrtsweg sind entscheidend für ihr Privatleben. Wie flexibel sind sie? Können sie die wöchentliche Trainingsbeteiligung zeitlich absichern, wenn sie ihr Kind regelmäßig zum Training bringen müssen?

 

b) Die Ausstattung

Zur Ausstattung gehört ein Funktionsgebäude, mit ausreichend Parkplätzen, Fahrradständer, Umkleidekabinen, Duschmöglichkeiten, Trainerräumen, sowie Ball- und Materialräumen. Um das Training in den Abendstunden durchführen zu können und so zu verhindern, dass zu viele Mannschaften gleichzeitig auf einem Platz trainieren müssen, sollte Flutlicht auf den Trainingsplätzen vorhanden sein. Bei den Trainingsplätzen gibt es Unterschiede in der Beschaffenheit, z.B. Rasen-, Kunstrasen- und Hartplätze - nähere Ausführungen zu Vor- und Nachteilen  folgen in einem späteren Blogbeitrag.

 

c) Die Sauberkeit

Die Sauberkeit des Vereinsgeländes zählt nicht nur zum ersten Eindruck, sondern sagt viel über das Vereinsleben, deren Mitarbeiter und vor allem über die Vereinsmitglieder aus.

3. Das vereinsumfeld

a) Der Ruf des Fußballvereins

Den Ruf eines Fußballvereines erfährt man meist durch Mundpropaganda. Dieser Eindruck kann das Bild eines Vereines stark verfälschen. Machen sie sich bitte ihr eigenes Bild.

 

b) Die Vereinsauslastung/ Trainingsgruppengröße

In kleinen Gruppen lernen die Kinder intensiver, schneller und besser. Als Empfehlung gilt 12 Kinder pro Trainer und Trainingsgruppe als optimal. Leider ist es keine Seltenheit, dass Trainer allein mit bis zu 30 Kindern trainieren müssen. Dies kann man mal händeln, sollte aber kein Dauerzustand sein.

 

c) Weitere Zusatzangebote

Zu den Zusatzangebote gehört alles was neben dem Training und Punktspielbetrieb angeboten wird, z.B. Vereinsfeste, Hausaufgabenbetreuung, Feriencamps, Ausflüge, Zusatztraining und Trainerfortbildungen, sowie Sanitätskurse für die Trainer.

4. Der Trainer

a) Das Auftreten

Ein Trainer sollte sich stets gepflegt und mit sauberer Kleidung präsentieren. Alkohol und Zigaretten sollten vor seinen Spielern ein absolues Tabu sein.

 

b) Der Umgangen mit Kindern

Der Trainer sollte eine Vorbildwirkung einnehmen. Zu seinen Tugenden sollte Ehrlichkeit, Fairness und Gerechtigkeit gehören. Ebenso wichtig ist das Einfühlungsvermögen, nicht nur bei Kindern, sonder auch bei jugendlichen Fußballern. Ein Trainer sollte nie nachtragend sein - Alle machen Fehler, er vielleicht auch. Fehler machen zu dürfen gehört zur Ausbildung. Ein ausführlicher Blogbeitrag zu diesem Thema folgt.

 

c) Die Trainerlizenzen

Eine reine Trainerlizenz macht keinen guten Trainer aus, trotzdem ist Qualifikation wichtig. Viele Vereine bezahlen die Grundausbildung. Der Trainer sollte sich gut auf jede Trainingseinheit vorbereiten und auch auswerten. Übungen und Spiele finden sich im Internet.

 

d) Das polizeiliche Führungszeugnis

Dies sollte jeder Trainer, ohne schlechtes Gewissen dem Verein vorlegen können. Eltern wollen wissen wer ihre Kinder trainiert. Scheuen sie sich nicht davor ihn über sein Privatleben zu fragen: Hat er Kinder? Was macht er beruflich? - dies bricht das Eis und gibt ihnen ein sicheres Gefühl, dass ihr Kind in guten Händen ist.

5. Das probetraining

a) Kontaktaufnahme/ Anmeldekriterien

Die Kontaktaufnahme ist einfach. Die Telefonnummern der zuständigen Trainer und die Vereinsanschrift finden sich im Internet. Aber gehen sie lieber persönlich vorbei, um erste Eindrücke zu gewinnen.

 

b) Die Dauer des Probetrainings

Die Dauer ist unterschiedlich und richtet sich meist nach ihrem Kind. Es gibt Kinder die sind sofort mitten drin und aktiv. Es gibt aber auch Kinder die in einer Gruppe erstmal ankommen und warm werden müssen. Beim ersten Training sind Kinder nervös und aufgeregt, dass wissen auch erfahrene Trainer und werden dies berücksichtigen.

 

c) Die Kosten des Probetrainings

Ein Probetraining kostet grundsätzlich nichts. In Breiten- oder Freizeitvereinen kann man bis zu zwei Wochen kostenfrei mittrainieren, dass sind mindestens 4 Trainingseinheiten. Nach diesem Zeitraum sollten sie und ihr Kind sich ein Bild machen können.

 

In Jugendförder- oder Kooperationsvereinen sollte man mindestens 1 Monat kostenfrei trainieren können. Die Trainer schauen nicht nur auf den derzeitigen Leistungsstandes des Kindes, sondern auch an dessen Anpassung- und Steigerungsfähigkeit in anspruchsvollerem Training.

 

In privaten Fußball- und Bewegungsschulen wird nach einer bis maximal zwei Schnupperstunden entschieden, ob das Kind teilnehmen möchte.

 

d) Tipps für Eltern

Die wichtigsten Tipps die ich ihnen geben kann:

  1. Vermeiden sie ihr Kind und dessen fußballerische Qualitäten zu Überschätzen - Unbewusst steigert dies die Ansprüche des Trainers gegenüber ihrem Kind!
  2. Urteilen sie niemals über andere Kinder!
  3. Seien sie während des Trainings nicht überfürsorglich - reichen sie ihm während der Trinkpause nicht die Flasche, oder folgen sie ihm nicht aufs Spielfeld - auch wenn der Schuh vielleicht schon 5 Minuten offen ist!
  4. Schimpfen sie nicht auf Kinder, die ihr Kind ausversehen gefoult haben!

Eigenständigkeit ist bei Trainern trumpf und wenn man seinen Schuh noch nicht alleine zu bekommt, dann hat man einen Mund um sich auszudrücken. Nähere Ausführungen zum Thema "Eltern im Kinderfußball" finden sie in Kürze auf unserer Seite.

6. Die Anmeldung

a) Die Beitragszahlungen

Die Beitragsgebühren variieren von Verein zu Verein. In Breiten- oder Freizeitvereinen müssen sie mit einer monatlichen Gebühr von 12-18€ rechnen. Dieser Gelder werden zur Instandhaltung der Trainingsanlagen, Aufwandsentschädigungen für Trainer und für Trainingsmaterial ausgegeben. In privaten Fußball- und Bewegungsschulen ist der Beitrag mit bis zu 50€ teurer. Von diesen Geldern werden Trainer, Platzmiete und Trainingsmaterialien bezahlt. Der Rest ist Gewinn für den Inhaber.

 

b) finanzielle Unterstützung

Sollten sie zu wenig verdienen, können sie einen Antrag auf Kultur- und Bildungszuschuss stellen. Dieser gehört zur Grundsicherung und bezahlt ihnen einen Anteil der Beitragskosten.

Der Verein muss die Teilnahme des Kindes jediglich bestätigen.

 

c) Spielerpass

Einen Spielerpass braucht ihr Kind um während des Trainings, bei Punktspielen und Turnieren versichert zu sein. Diese Versicherung gilt für Verletzungen und Langzeitschäden. Wichtig! Verletzungen und Unfälle müssen produkuliert werden.

 

d) Versicherung

Die normale Unfall- und Krankheitsversicherung reicht zwar aus um abgesichert zu sein, aber sollte ihr Kind, andere Kinder un- oder absichtlich verletzten, oder Gegenstände beschädigen, dann wäre eine zusätzliche Haftpflichtversicherungen ratsam.

Dies war mein Beitrag -  „Die Vereinssuche - Was möchte man für sein Kind?“

 

Ich bedanke mich bei Ihnen fürs lesen.

Demnächst folgen weitere Artikel zum Thema Kinderfußball. Sollten Sie Fragen oder Artikelwünsche haben, dann melden sie sich doch bitte.

 

Sportliche Grüße

Dominik

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Die 3 Gründe - Warum ein Kind Fußball spielen sollte!

 „Es ist Sonntag 07:00 Uhr, der Wecker hat nur einmal geklingelt und Papa springt aus dem Bett. Die Schlafzimmertür öffnet sich. Der Sohnemann tobt, prellend mit dem Ball übers Laminat. Die Mama schaut auf den Wecker, rollt mit den Augen und zieht sich das Kissen über den Kopf. Heute ist Punktspiel, heute am einzigen freien Tag der Woche.“

 

So läuft es in Familien, die sich dazu entschieden haben – unser Kind soll Fußball spielen!

 

ABER - Warum sollten Sie sich für diese Sportart entscheiden, in ihrer rar gesäten Freizeit?

 

Wir nennen die wichtigsten Gründe, über die Sie zumindest nachdenken sollten!

 

1. Gesundheitliche Gründe – um Fußball zu spielen

 

a) Entgegenwirken der verbreiteten Kinderkrankheiten (Übergewicht, Herz-Kreislauf, ADHS)

 

b) Stärkung des Immunsystems

 

c) Kräftigung der Muskulatur

 

2. Sozialkompetente Gründe – um Fußball zu spielen

 

a) Umgang mit Sich selbst

 

b) Umgang mit Anderen

 

c) Zusammenarbeit

 

d) Menschenführung

 

 

3. Gesellschaftliche Gründe – um Fußball zu spielen

 

a) Politisch

 

b) Pädagogisch

 

1. Gesundheitliche Gründe

a)      In der heutigen Zeit, einer mehr und mehr medialen Welt bestimmen Computer unsere Jobs, Spielekonsolen beziehungsweise Fernsehen und das Internet unsere Teenager! Die Folgen sind Konzentrationsstörrungen, Übergewicht und Herz-Kreislaufprobleme. Doch Kinder haben einen natürlichen Bewegungs- und Entdeckungsdrang, der ausgelebt werden sollte. Dadurch bietet sich die Möglichkeit überschüssige Energie abzubauen. Die Magie des Balles spielt dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Alles was rollt, fliegt und springt ist interessant, gerade dann, wenn es mit dem Tor ein zu erreichendes Ziel gibt.

 

b)      Fußball wird bei Wind und Wetter, an der frischen Luft gespielt. Dies stärkt nachhaltig die Abwehrkräfte. Das verringert die Anfälligkeit für Husten und Schnupfen.

 

c)      Ein Mangel an Bewegung und die damit fehlende Muskulatur ist Hauptgrund für Rückenschmerzen und Beschwerden im Kindesalter. Um Fußball zu spielen benötigt man seinen ganzen Körper. Durch ganzheitliches, vielseitiges und vor allem altersgerechtes Training stärken die Kinder ihre Muskulatur und verbessern ihre Motorik, sowie ihre Koordination.

 

2. Sozialkompetente Gründe

a)      Durch Fußball spielen, lernen die Kinder sich selbst kennen. Auf dem Platz zählt nur ihre Selbstwirksamkeit, freie Entscheidungen treffen zu können. Dies steigert das Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl – vorausgesetzt der Trainer stärkt sie dabei, aber dazu kommen wir in einem späterem Blogartikel.  Die Kinder können sich und ihre Leistung in einer Mannschaft und an Gegenspielern vergleichen und lernen sich selbst einzuschätzen. Sie entwickeln eine emotionale Intelligenz und reifen im Umgang mit Sieg und Niederlage. Nicht zu vergessen wäre die Selbstdisziplin – Wie hart und intensiv trainiere ich, um besser zu werden als andere!

 

b)      Durch Fußball spielen, steigern Kinder ihre Kommunikationsfähigkeit auf und neben dem Platz. Sie lernen mit Kritik umzugehen, egal ob von Mitspielern, Trainern oder den eigenen Eltern – natürlich gibt es angemessene und unangemessene Kritik, dazu mehr in einem späterem Blogartikel. Es steigert die Umgangsformen, Respekt und Toleranz, wenn alle (Trainer, Eltern, Zuschauer) diese vorleben.

 

c)      Fußball ist ein Mannschaftssport. Es steigert die Teamfähigkeit, die Lernbereitschaft und den Willen gemeinsam etwas erreichen zu können, oder sich zumindest zu verbessern. Wenn Spieler sich gegenseitig motivieren und antreiben, dann hat der Trainer leichtes Spiel, den Kindern die fußballerischen Grundlagen beizubringen.

 

d)      Durch Fußball spielen, lernen Kinder sich in einer Gruppe zu behaupten und zu etablieren. Macht- und Positionskämpfe sind dabei völlig in Ordnung, wenn sie nicht in körperliche Gewalt ausarten. Kinder sind laut und wollen ihre Grenzen austesten. Lassen sie dies ruhig zu. Für Kinder ist es wichtig Verantwortung übernehmen zu dürfen. Ein Trainer sollte dabei immer an seine Vorbildwirkung denken, denn Kinder lernen nicht nur von Eltern, sondern auch von ihren Trainer wichtige Werte wie Fairness und Gerechtigkeit. Was einen guten Trainer sonst noch alles ausmacht, erfahren sie in einem späteren Blogartikel.    

 

3. Gesellschaftliche Gründe

a)       Klingt einfach, weil es das ist - Fußballspielen verbindet! Es überwindet politische Grenzen und baut Vorurteile gegen andere Menschen ab. Jeder kann Fußball spielen, egal ob arm oder reich. In einem intakten Vereinsleben können sich Freundschaften zwischen Menschen entwickeln, die sich sonst nie begegnet wären. Eine gegenseitige Unterstützung kann zur Anhebung der Lebensqualität führen. Fußball verbindet also Generationen und Kulturen und so fördert es die Gemeinsamkeit des Seins.

 

b)      Durch Fußball spielen, lernen die Kinder sich an aufgestellte Regeln zu halten. Dieses Bewusstsein stärkt sie in ihrer Identitäts- und Selbstfindung.   

 

 

Dies war mein Beitrag -  „Die Gründe, warum ein Kind Fußball spielen sollten!“

 

Ich bedanke mich bei Ihnen fürs lesen.

Demnächst folgen weitere Artikel zum Thema Kinderfußball.

 

 

 

 

 

Sollten Sie Fragen oder Artikelwünsche haben, dann melden sie sich doch bitte.

 

Sportliche Grüße

 

Dominik

 

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